Tägliches Glockenläuten ~~~ Gebetsimpulse

Die „Corona-Krise“ macht es still in unseren Kirchen. Gemeinsame Gottesdienste dürfen für längere Zeit nicht mehr gefeiert werden. Gerade in einer solchen Situation brauchen unsere Gemeinden und auch wir selbst Zeichen der Verbundenheit. Unsere Glocken können dabei helfen.

 Deshalb haben die fünf NRW-(Erz-)Diözesen im Einvernehmen mit den Evangelischen Landeskirchen beschlossen, bis zum Gründonnerstag (einschließlich) täglich am Abend um 19.30 Uhr fünf Minuten lang die beiden größten Glocken der Geläute vor Ort erklingen zu lassen. Sie sollen die Menschen mit ihrem feierlich-ernsten Charakter in dieser Krisenzeit zum persönlichen Gebet, zum Innehalten und Nachdenken auffordern. Zugleich können sie die Einzelnen durch das zeitgleiche Beten an verschiedenen Orten zu einer großen Gemeinschaft zusammenschließen.

 Wir wollen uns in den Gemeinden unseres Pastoralverbundes diesem Anliegen anschließen, so weit das vor Ort möglich ist.

Am Samstag wird zusätzlich um 19.00 Uhr fünfzehn Minuten lang der Sonntag eingeläutet.

 

Gebetsimpulse

 Jeden Tag läuten unsere Glocken, morgens, mittags und abends. Wir laden ein, dem alten Brauch zu folgen und zu diesem Zeitpunkt den Engel des Herrn zu beten:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,

und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;

mir geschehe nach deinem Wort.
Gegrüßet seist du, Maria…

Und das Wort ist Fleisch geworden

und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria…

Bitte für uns, heilige Gottesmutter, dass wir würdig werden der Verheißung Christi.

Lasset uns beten: Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Darüber hinaus laden wir ein, jeden Tag von 19.45-20.00 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen und in dieser Zeit das Gebet in Zeiten der Corona-Epidemie und ein Vater unser zu beten. So können wir an vielen verschiedenen Orten die Gemeinschaft im Gebet erfahren.

Bitte entzünden Sie die Kerze nur in dieser Zeit und nur unter Aufsicht!

Gebet in Zeiten der Corona-Epidemie

Herr, Du Gott des Lebens,

betroffen von der Corona-Epidemie kommen wir zu Dir.

Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist

und bitten um Heilung für alle Erkrankten.

Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.

 

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,

und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.

Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.

Dankbar beten wir für alle, die mit ihren vielfältigen Diensten

die Versorgung und Sicherheit unseres Landes aufrechterhalten.

Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.

Besonders denken wir an Personen und Orte, die unter Quarantäne stehen,

und an alle, die sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.

Heiliger Geist tröste die alten und pflegebedürftigen Menschen,

berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,

dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.

 

Von ganzem Herzen bitten wir, dass die medizinischen Einrichtungen

auch weiterhin den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.

Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt

und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.

Sehnsuchtsvoll bitten wir um eine weltweite Eindämmung der Krankheit.

Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.

Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.

Wir sind sterbliche Wesen und müssen unsere Grenzen akzeptieren.

Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.

Gemeinsam und im Vertrauen auf Deine Hilfe werden wir die Krise bestehen.

 

Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,

Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht

und macht uns offen füreinander – aufmerksam und achtsam.

Dein Herz ist gütig und demütig, eine erfrischende Quelle des Friedens.

Jesus, wir vertrauen auf Dich!

 

Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,

Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns!

Amen.

 

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

 

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

  

Das Stundengebet

Eine Möglichkeit, sich täglich mit Millionen Menschen im Gebet zu verbinden, ist das Stundengebet. Dieses Gebet der Kirche verrichten Priester und Ordensleute täglich, da sie sich bei der Weihe und Aufnahme in den Orden dazu verpflichtet haben. Es ist das Gebet mit der Hl. Schrift. Mittlerweile haben viele Gläubige dieses Gebet für sich entdeckt und nutzen es für das tägliche Gebet.

Das deutsche Liturgische Institut bietet in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Pressebund das Stundenbuch als kostenlose App an. Sie können sie in den App-Stores auf Ihr Smartphone laden (Stichwort: „Stundenbuch“). Wenn Sie kein Smartphone besitzen kann es auch über Internet abgerufen werden (www.stundengebet.de). In der App finden Sie auch die Lesungstexte der jeweiligen Tagesmesse.